Wissenschaftliche Expertise

Die Entwicklung eines Arzneimittels ist ein langer und komplexer Prozess, der durchschnittlich 10 bis 15 Jahre dauert und 10'000 synthetisierte Moleküle erfordert, bis endlich ein Medikament auf den Markt kommt. Heute konzentriert sich Pierre Fabre F&E auf 4 grosse Kompetenzfelder.

Natürliche Substanzen

Pflanzen und Wasser sind eine wichtige Quelle multidisziplinärer wissenschaftlicher Untersuchungen zur Entwicklung neuartiger Wirkstoffe, die in den Bereichen Arzneimittel, Familiengesundheit und Dermokosmetik verwendet werden können.

Neue chemische Wirkstoffe

Technologische Fortschritte in der Molekular- und Zellbiologie, in der strukturellen Biologie, in der molekularen Modellierung und in der medizinischen Chemie tragen dazu bei, innovative therapeutische Prinzipien zu entwickeln. Diese therapeutischen Prinzipien werden durch pharmakologische Modelle erprobt, die klinischen Fällen im Rahmen von Patientenstudien nahekommen und daher prädikativ sind. Heute liegt in diesem Fachgebiet ein unumgänglicher Forschungschwerpunkt, insbesondere in der Onkologie und in der Neuropsychiatrie.

Biotechnologien

Die Forschung in der Biotechnologie (Biotherapien auf der Grundlage monoklonaler Antikörper und rekombinanter Proteine) ist ein weiteres Hauptgebiet der Pierre Fabre Forschung. Das Interesse an monoklonalen Antikörpern gründet auf ihrer zielgerichteten Wirkung, ihrer Effizienz und ihrer besseren Verträglichkeit im Vergleich zu chemotherapeutischen Behandlungen.

Immunkonjugate

Immunkonjugate sind am Übergang zwischen Chemie und Biotechnologie angesiedelt und stellen eine stark wachsende Substanzklasse zur Krebsbehandlung dar. Sie ermöglichen es, den Wirkstoff direkt in die Krebszelle zu bringen, ohne gesunde Zellen zu beeinträchtigen. Dank den sich ergänzden Erfahrungen in der zielgerichteten Biotherapie (entwickelt in Saint-Julien-en-Genevois) und mit zytotoxischen Wirkstoffen (untersucht im Toulouse-Oncopole), und dem chemischen Know-how der Teams in Toulouse und Castres (Péraudel) verfügen unsere Forschungsteams über das notwendige Fachwissen zur Entwicklung, Herstellung und Bewertung von Immunkonjugaten.

Translationale Medizin

Zwischen Laborforschung und klinischer Forschung bemüht sich die translationale Medizin darum innovative Therapien voranzutreiben, die auf grundlegenden Erkenntnissen und auf in Laboratorien entwickelten wissenschaftlichen Hypothesen beruhen und diese den Patienten so schnell wie möglich zugänglich zu machen. Die wichtigste Herausforderung dieser im Entstehen begriffenen Disziplin ist die Entwicklung technischer Werkzeuge, die  geeignet sind, um die grossen Datenmengen auszuwerten, die durch die Grundlagenforschung, vorklinische und klinische Studien, sowie die medizinische Bildgebung generiert werden. Die translationale Medizin nutzt namentlich Biomarker, um die frühe klinische Entwicklung zu lenken und auch um die Auswahl von «Responder»-Patienten sicherzustellen und somit den prädikativen Charakter von Versuchen zu verbessern.