Magnesiummangel

Gründe für Magnesiummangel

Magnesiummangel kann durch eine einseitige Ernährung (Diät) oder eine ungenügende Nahrungszufuhr (besonders im Alter) entstehen. Weitere Ursachen sind der erhöhte Bedarf infolge Schwangerschaft und Sport. Auch die Einnahme von einigen Medikamenten (Entwässerungs- und Abführmittel) können zu einem erhöhten Bedarf an Magnesium führen.

Funktion von Magnesium im Körper

Magnesium ist ein Mineralstoff. Der Körper eines Menschen enthält ca. 25g Magnesium, 60% davon befinden sich in den Knochen, 30% in der Muskulatur. Magnesium ist unerlässlich für die Funktion einer Vielzahl von Enzymen, die ihrerseits den Stoffwechsel steuern. Vor allem im Energiestoffwechsel spielt Magnesium eine wichtige Rolle, wie auch bei der Reizübertragung im Nervensystem und der Muskelkontraktion sowie bei der Mineralisation von Knochen.

Magnesium in der Nahrung

Magnesium ist in der Ernährung breit vertreten und kommt sowohl in pflanzlichen als auch tierischen Lebensmitteln vor. Bevorzugen Sie Vollkornprodukte gegenüber Weissmehlprodukten, z.B. Vollkornbrot oder Getreideflocken zum Frühstück statt helles Brot oder Cornflakes. Reichern Sie Salate, Müesli, Gratin oder Auflauf mit Samen, Kernen und Nüssen an. Zum Beispiel Selleriesalat mit Baumnüssen, Birchermüesli mit Chiasamen und Paranüssen, Blumenkohlgratin mit  Kürbiskernen, Apfelauflauf mit gemahlenen Haselnüssen und Mandelstiften. Planen Sie regelmässig Gerichte mit Hülsenfrüchten wie zum Beispiel weisse Bohnen an Tomatensauce, Kichererbsencurry oder einen Linsensalat.

Magnesium als Arzneimittel

Magnesium kann prophylaktisch oder therapeutisch bei Muskelkrämpfen zur Anwendung kommen. In Arzneimittelform wird es aber auch angewendet im Bereich Herzrhythmusstörungen, bei Krämpfen während der Schwangerschaft und bei drohender Frühgeburt. Diese Auflistung ist nicht abschliessend. Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie glauben, dass Sie an einem Mangel leiden könnten.